.

Nächste Termine

Aussendungsfeier Friedenslicht
So, 16. Dez
Waldweihnacht
Fr, 21. Dez

Gruppenstunden

Meute:
Fr 16:30-18:00 Uhr

Eisbären:
Fr 17:00-18:30 Uhr

Hermeline:
Fr 16:30-18:00 Uhr

Elche:
Fr 16:30-18:00 Uhr

im Gemeindehaus,
Schulstr. 13

"Frieden: Gefällt mir – ein Netz verbindet alle Menschen guten Willens"

Alle Jahre wieder: Am 3. Advent haben wir das Friedenslicht weitergegeben und dafür gesorgt, dass dieses Weihnachtssymbol an Heiligabend in zahlreichen Wohnzimmern, Kirchengemeinden, Krankenhäusern, Seniorenheimen, Asylbewerberunterkünften und Justizvollzugsanstalten leuchtete.

 

 

Die Flamme des Friedenslichts wurde in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Bethlehem entzündet und von Vertretern der anerkannten Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände in Wien abgeholt. Per Zug wurde das Licht am Sonntag, 11. Dezember, in über 30 zentrale Bahnhöfe in Deutschland getragen: von München bis Kiel und von Aachen bis Görlitz – sowie in andere Länder Europas und sogar bis nach Amerika. Bereits seit 1994 beteiligen sich deutsche Pfadfinder an der Aktion, die auf eine Initiative des ORF Linz zurückgeht, welcher bis heute das Licht in Bethlehem abholt. Als Symbol für Frieden, Wärme, Solidarität und Mitgefühl soll das Licht an alle „Menschen guten Willens“ weitergegeben werden. Wer das Licht empfängt, kann damit selbst die Kerzen von Freunden und Bekannten entzünden, damit an vielen Orten ein Schimmer des Friedens erfahrbar wird, auf den die Menschen in der Weihnachtszeit besonders hoffen.

Weitere Informationen zur Aktion in Deutschland: www.friedenslicht.de

Das Landeslager des VCP Baden begann sehr regnerisch. Doch wir waren voller Vorfreude und der Aufbau ging gut voran. So wurden wir auch schnell fertig und waren bereit. Bereit für was? Bereit für den Goldrausch! Deshalb waren wir alle in den wilden Westen gezogen und haben "Daisy Town" gegründet.

Der Lagerplatz passte sehr gut zu diesem Thema und war in vier Stadtteile eingeteilt, die in einiger Entfernung zueinander lagen und nur durch abenteuerliche Pfade verbunden waren. Am Stadteingang stand eine gewaltige Jurtenburg, die den Saloon der Stadt bildete. Authentisch eingerichtet und sogar mit echtem Klavier, gab es hier jeden Abend Platz für geselliges Zusammenkommen. Auch konnten wir uns hier mit den vielen internationalen Gästen aus beispielsweise Costa Rica oder Schweden austauschen.

Die Spielidee wurde durch verschiedene Anspiele auf der zentralen Bühne vermittelt. Sie begann damit, dass die Gründungsväter der Stadt auf Gold gestoßen waren. Die Extrablätter der lokalen Zeitung "Der heulende Kojoyte" waren noch nicht verteilt, da gingen wir auch schon in die Wälder auf Goldsuche. Mit den Erträgen konnten wir dann überall auf dem Lagerplatz Workshops besuchen, an denen für jeweils ein Goldnugget gebastelt, geflochten oder gewerkelt wurde.

Dieses lockere Programm in den ersten beiden Tagen schaffte eine Schonfrist, die viele brauchten, um sich an den Lageralltag zu gewöhnen. Dabei half ebenfalls das neue Verpflegungskonzept, das die Teilnehmer entlasten sollte. So hatte jeder Stadtteil nun eine große, zentrale Küche, die täglich für bis zu 100 hungrige Pioniere kochte. Wir wurden nur zwei Mal zum Küchendienst gerufen, dafür standen die festen Küchenteams aber fast den gesamten Tag im Küchenzelt.

Nachdem wir uns dann eingelebt hatten, konnten wir uns weiter um die Stadt kümmern, denn was fehlte dieser noch? Lagerbauten! Nach einem weiteren Tag war das Lager um eine Windmühle, einen Telegraphenmast und andere Bauten einer typischen Westernstadt reicher. So gab es dann auch einen Planwagen aus unserem Stadtteil "Bowtrade“, der vielen schwitzenden Pfadfindern Schatten spendete, denn nun begann auch endlich die Sonne zu scheinen und der Schlamm zu trocknen.

Doch trotz dieser Bauten machte unsere Stadt keine großen Fortschritte, fehlte uns doch ein Bahnhof und damit die Anbindung an andere Städte. Also beschlossen wir mit unseren Vorräten an Gold eine Eisenbahn zu finanzieren. Aber bevor wir diese neue Aufgabe angehen wollten, hatten wir unser erst einmal einen Tag Auszeit im nahe gelegenen Schwimmbad verdient. Hier warteten einige Stunden voll Planschen und Schwimmen, bevor es wieder zurück in den Schlamm ging.

Die Freude währte aber nicht lange, denn am Abend, als wir zum Singen zusammenkamen, überzog plötzlich Rauch den Hauptplatz der Stadt. Mit viel Lärm raubten Banditen die städtische Bank aus und waren schnell über alle Berge. So mussten wir uns am nächsten Morgen auf die Suche nach ihnen machen, denn sie hatten sich über die gesamte Region Coburg verteilt.

Damit war der Hajk eröffnet: In kleinen Gruppen erkundeten wir das Umland und verbrachten auch eine Nacht außerhalb des Lagers. Durch die kreativen Hajkbücher gab es auf dem Weg einige Aufgaben zu erledigen und es wurde nie langweilig. Und da auch das Wetter mitspielte, fanden am Ende wieder alle trocken und wohlbehalten zurück. Am Abend stand dann der Stammesabend an. Nach verschiedenen Aufnahmen und Stufenübergängen in kleiner Runde abseits des Lagerplatzes, ging es zurück in die warme Versammlungsjurte. Hier ließen wir den Abend dann mit einer langen Singerunde ausklingen.

In den letzten Tagen galt es dann noch, die Banditen in mehreren Geländespielen ausfindig zu machen. Letztendlich hatten wir unser Gold zurückerobert, einen Verrat aufgedeckt und die Zellen des Sheriffs mit Banditen gefüllt. So hatten unsere Bemühungen Erfolg, der Eisenbahntycoon unterzeichnete den Vertrag für die Eisenbahnstrecke und die Zukunft unserer Stadt war gesichert. Dies feierten wir am letzten Abend mit dem großen Eisenbahnfest.

Doch gerade dann, als die erste Eisenbahn in Daisy Town eintraf, war Gold in einem anderen Landstrich gefunden worden. Und so passierte, wovon man in Erzählungen so oft hört: Von einem Tag auf den anderen verschwanden alle Zelte und Bauten, denn wir Pfadfinder von "Daisy Town" waren weitergezogen.

Diese und weitere Bilder: vcp-baden.de

 

Die Finnland-Fahrt Ende Juli war für den Stamm Jan Hus nicht die erste Auslandsreise. Nicht jeder kann von sich behaupten, bereits zum dritten Mal ein internationales Pfadfinderlager unsicher gemacht zu haben. Nach dem Kent International Jamboree 2013 in England und dem japanischen World Scout Jamboree 2015 folgte jetzt das Roihu in Finnland. "Roihu" ist das finnische Wort für Feuer. Da Finnland im Hohen Norden liegt, brach bei uns bereits vor dem eigentlichen Reisebeginn eine Debatte über die benötigte Schlafsackdicke aus. Die Leiter des 14 Mann und Frau starken Trupps stammen aus der gleichen Altersspanne wie die Teilnehmer. Vier junge Erwachsene im Alter von 18 Jahren stemmten zum ersten Mal die Bürde der Organisation. Allein (mit etwas Hilfe ihrer Stammesleitung) kümmerten sie sich auch um eine problemlose Anreise, die neben dem Flug auch die Busfahrt zu den Gastfamilien beinhaltete, da dies der erste Programmpunkt noch vor dem Lager war.

Der Trupp wurde in Gruppen zu je mindestens zwei Personen aufgeteilt, die bei jeweils anderen Gastfamilien unterkamen. Die Familien hatten meistens Kinder, die auch Pfadfinder waren und das Roihu besuchen würden. Alle erzählten danach, welch schönen Einblick sie ins Leben und die Kultur in Finnland erlebt hatten, denn jeder hatte auf seine Weise eine einzigartige Zeit gehabt.

Nach drei Tagen stand dann auch schon die Fahrt zum selbst Roihu an. Das Erste, was auffiel, waren die farbigen Absperrbänder auf dem Platz. Das Lager grenzte so die sechs einzelnen Teillager ab, die direkt nebeneinander lagen. Wir Badener kamen ins blaue Teillager namens "Unity", bei dem es sich auch um das Größte handelte.

Der Aufbau verlief reibungslos und ehe man es sich versah, hingen bereits die ersten Hängematten. Wenn es eines auf dem Lager genug hatte, dann waren es Bäume. Anders als auf deutschen Plätzen standen auf dem finnischen Platz überall Bäume.

Die Verpflegung war etwas speziell gelöst. So gab es Teillagerküchen, die aber nicht selber kochten, sondern das Essen angeliefert bekamen. Über Qualität und Geschmack konnte man sich streiten, jedoch fiel auf, dass das nichtvegetarische Essen eigentlich immer mit Fleisch verbunden war. Dies ist tief in der finnischen Kultur verwurzelt, war aber für unsere Gelegenheitsfleischesser etwas schwieriger zu akzeptieren, weshalb die vegetarische Essensausgabe immer mehr unangemeldeten Besuch bekam.

Die freie Zeit, die man durch dieses Küchen-System bekam, konnte jedoch auch gut verbracht werden. Das normale Programm bot von Kanufahren über Bogenschießen bis hin zu einem Streichelzoo alles an. Zusätzlich gab es noch Aktionen, welche über einen kompletten Tag und abseits vom Lagerplatz stattfanden, sog. "Will-o-the-wisp". Hier konnte man zwischen verschiedenen einzigartigen Erlebnissen wählen, wie z. B. Hajken, einem Tag bei der finnischen Armee oder auf sich selbst gestellt dem Überleben in der Natur.

 

Wie auf jedem großen Lager gab es auch einiges an zentralem Programm. Von Bands bis zu einer professionellen Moderation und Bühnenausstattung war für alles gesorgt. Besonders die Cafés stachen heraus. Jedes einzelne war auf seine Weise besonders. So war das "Keidas" beispielsweise ab 18 Uhr nur für Erwachsene geöffnet. Der "Club Encore" beherbergte auf einer kleineren Bühne jeden Abend bis 2 Uhr nachts DJs aus ganz Finnland und lud so zum Partymachen ein. Die Konstanzer vertrieben sich ihre Zeit neben dem Programm auch damit, einen Lagerturm zu bauen, viel in der Hängematte zu liegen und die tollen Saunen auszuprobieren.

Nach dem Lager ging es zurück nach Helsinki in das Pfadfinderhaus eines finnischen Stammes, von dem aus wir einen ganzen Tag in Helsinki verbringen konnten. Hier teilte sich die Gruppe wieder auf, um allen Interessen gerecht zu werden. Die 600.000 Einwohner zählende Stadt wurde allgemein als "schön, sauber und stilvoll" beschrieben.

Am nächsten Tag traten wir auch schon wieder die Heimreise an.

Für manche ging es bereits am folgenden Morgen weiter aufs Landeslager nach Coburg, der Rest hatte noch drei Tage Schonfrist, bis auch sie ein neues Lagerleben einholte.

 

Diese internationale Begegnung wurde maßgeblich durch die Mittel des Kinder- und Jugendplans des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Daneben werden wir noch regionale Zuschüsse erhalten (Kreisjugendring und Landratsamt). Die Eigenmittel bestanden aus Teilnehmerbeiträgen und Geld, dass wir uns auf dem Konstanzer Flohmarkt verdient haben. An dieser Stelle Dank an alle Zuschussgeber, denn ohne diese Zuschüsse wäre unsere Fahrt nicht möglich gewesen!

Wie jedes Jahr haben wir auf dem "Anzelten" unsere Pfadi-Fertigkeiten aus dem Winterschlaf geholt, um für die großen Fahrten und Lager im Sommer gerüstet zu sein. Auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielen wollte, konnten wir ein schönes April-Wochenende direkt am Bodensee verbringen.