.

Aktuelle Termine

Februar 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28

Das VCP-Bundeslager 2017 begann für die Konstanzer Pfadfinder schon am Mittwochabend. Der Bus fuhr vom nächtlichen Döbele ab, um sich auf seine Reise nach Wittenberg zu machen. Am nächsten Morgen begannen die Stämme Jan Hus und Kon Tiki mit dem Aufbau der Küchenzelte, Schlafkohten und Gemeinschaftsjurten. Mit einem halben Tag Vorsprung standen die Zelte der Badener vor denen aller anderen, die erst gegen Abend anreisten.

Der erste Programmpunkt des diesjährigen Bundeslagers mit dem Motto "Weitblick" war die Lagereröffnung. Das vorgezogene Lager, das regulär erst 2018 stattfinden sollte, fand auf Grund des Reformationsjubiliäums schon dieses Jahr statt. Der Lagerplatz war in einzelne Sektoren unterteilt, alle mit ihrem eigenen Motto. Das Teillager "Gamer's Throne" besaß eine Arena, in der um den teillagereigenen Thron gespielt wurde. In der "Lovezone" stand die Liebe, in "Freepolis" die Freiheit im Mittelpunkt. Die Konstanzer Pfadfinder waren im hessischen Teillager "Villa Resistenza" untergebracht. Dieser Sektor stand für den Widerstand gegen die Digitalisierung, man setzte mehr Wert auf analoge Technologie.

Die Sektoren mussten sich jedoch im Angesicht einer großen Gefahr verbünden, die die ganze Welt bedrohte: Ein wahnsinniger Professor zog mit einem Magneten einen Meteoriten an, der die, in seinen Augen selbstsüchtige und egoistische, Menschheit vernichten sollte. Die folgenden Tage verbrachten die Pfadfinder nun damit, aus einer großen Reihe Aktionen Workshops auszusuchen, die sie im lagerinternen Planetarium buchen konnten. Diese Workshops hatten von Volkstanz bis zum Pralinen herstellen alles zu bieten. Nachdem die anfänglichen und nächtlichen Sturmböen abgenommen hatten, begannen die ganz wagemutigen Konstanzer mit einem Hajk. Auf diese zweitägige Wanderung kam auch die palästinensischen Gastgruppe mit und konnte so einen Einblick in die für sie ungewöhnliche Tradition gewinnen. Wie auch die Jungpfadfinder konnten sie die Strecke problemlos meistern und nach einer abenteuerlichen Übernachtung kamen alle wieder wohlbehalten auf dem Lagerplatz an.

Die wohlverdiente Erholungspause danach konnten die müden Wanderer in einem der vielen Cafés verbringen, die den Lagerplatz säumten. Diese Cafés bestanden aus Jurtenburgen, die, jede mit ihrem eigenen Namen und Motto, Getränke und Snacks aus aller Welt verkauften. Gegen Abend begannen dann die Oasen zu eröffnen, welche von den verschiedenen VCP-Ländern organisiert wurden. So bot sich hier den Gruppenleitern die Möglichkeit, den Tag bei einer kühlen Erfrischung und einer Portion der regionalen Spezialität des jeweiligen Bundeslandes ausklingen zu lassen, nachdem die Gruppenkinder im Bett waren.

Am Montag stellte sich dann die Frage "bin ich, sind wir, so mutig wie Luther es war?" Doch um das beantworten zu können, mussten sich die knapp 4.000 Pfadfinder erst einmal darüber klarwerden, wie mutig Luther denn war. Und so machte sich das gesamte Lager auf und erkundete die fußläufig erreichbare Lutherstadt Wittenberg, wo es den Tag über verschiedenste Stationen zu absolvieren galt. Aber es blieb auch Zeit für eine Kugel Eis und eine Tour durch die Einkaufsmeile. Als letzter Punkt stand noch der Besuch des Luther Panoramas auf dem Programm, bevor es dann pünktlich zum Abendessen wieder auf den Lagerplatz zurückging.

Doch mit jedem Tag kam der Meteorit der Erde näher und noch immer war keine Lösung für das Problem gefunden. Die Ingenieure des Lagers versuchten sich an Raketen, die den Meteoriten zertrümmern sollten, doch sie hatten keinen Erfolg. In letzter Minute schafften die Helden der Sektoren es doch noch, den verrückten Wissenschaftler umzustimmen: Sie hatten ein Buch zusammengestellt, das den geballten guten Willen der unzähligen Pfadfinder verdeutlichen sollte. Und siehe da, der Wissenschaftler schaltete die Maschine ab und die Erde war gerettet.

Die Konstanzer bauten ihre Zelte und Hängemattentürme ab und machten sich auf die Heimreise. Nachdem sie ihre neuen Freunde aus Palästina in Stuttgart verabschiedet hatten, wurden noch die Unterkirnacher und Messkircher abgesetzt. Am späten Abend kamen sie dann müde und dreckig wieder am Döbele an, wo sie in die Arme vieler sehnsüchtiger Eltern fielen.